Klassische Massagen

Die klassische Massage hat ihren Ursprung aller Wahrscheinlichkeit nach im östlichen Afrika und in Asien. Erste Aufzeichnungen finden sich bereits 2600 v. Chr. bei dem Chinesen Huáng Dì. Durch den griechischen Arzt Hippokrates (ca. 400 v. Chr.) gelang die Massage letztlich nach Europa, wo sie im Römischen Reich zur Behandlung der Gladiatoren eingesetzt wurde. Dann geriet sie allerdings in Vergessenheit und hielt erst im 16. Jahrhundert gegen Ende des Mittelalters durch den Arzt Paracelsus wieder Einzug in die Medizin.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden weitere Massagetechniken entwickelt, z. B. Reflexzonenmassagen, Bindegewebsmassage sowie diverse Massagen aus dem Wellnessbereich. Die klassische Massage ist eine Therapieform, die durch Dehnungs-, Zug- und Druckreize einen Einfluss auf Muskulatur und Haut ausübt. So können Muskelverspannungen, Gewebsverklebungen, aber auch Kontrakturen und unverschiebliche Narben gelockert werden. Die lokale Durchblutungssituation und der Stoffwechsel des Gewebes werden angeregt, Schmerzen werden gelindert. Zudem übt die Massage einen positiven Einfluss auf die Psyche aus. Meist wird die Massagetherapie bei orthopädischen Krankheitsbildern im Zusammenhang mit Wärmetherapie verordnet mit dem Ziel bestehende Schmerzen zu lindern und das verhärtete Gewebe zu lockern.

Aber auch bei internistischen Problematiken bietet sich die klassische Massage als Behandlungsform an, denn oftmals kommt es bei Erkrankungen der inneren Organe reflektorisch zu einer Spannungserhöhung in der Muskulatur. So ist z. B. oftmals bei Asthmatikern die Thoraxmuskulatur betroffen. Hier kann durch gezielte Massagegriffe Linderung geschaffen werden. Viele Patienten berichten ebenfalls von einer erleichterten Atemarbeit.