Wärmetherapie
Es gibt verschiedene Anwendungsmöglichkeiten in der Wärmetherapie, z. B. Heißluft, Heiße Rolle, Fango oder die Sauna, wobei in der physiotherapeutischen Praxis jedoch hauptsächlich mit Fango oder Moorpackungen gearbeitet wird.
Die Heiße Rolle besteht aus trichterförmig zusammengerollten Frotteehandtüchern, die mit heißem Wasser getränkt und dann auf die Haut getupft oder gerollt werden. Sie eignet sich besonders um begrenzte Gebiete zu behandeln und wird auch von kreislauflabilen Menschen in der Regel gut vertragen, da die Wärme nicht wie bei der Fango über eine große Körperoberfläche wirkt.
Eine Fango besteht aus einem Gemisch von Vulkangestein und Paraffin und wird üblicherweise in einem speziellen Ofen erhitzt und als sog. „Schlammpackung“ auf die erkrankten Bereiche des Körpers aufgetragen.
Die Wärme kann jedoch auch über einen Wärmeträger verabreicht werden. Diese werden ebenfalls in einem speziellen Ofen oder in einem Wasserbad erhitzt. Ergänzt werden kann diese Art der Wärmetherapie durch Moorpackungen, die auf den Wärmeträger gelegt werden. Moor entsteht durch das Absterben von Pflanzen unter Fehlen von Luft. Das Moor behält alle Stoffe, die die Pflanzen beinhalten, wie Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe. Besonders geschätzt wird die schmerzlindernde und entkrampfende Wirkung des Moores.
Damit die Wärme in tief liegende Gewebsschichten eindringen kann, um dort ihre Wirkung zu entfalten, sollte die Anwendungsdauer zwischen 20 und 40 Minuten betragen. Wärme fördert die Durchblutung, regt das Immunsystem an, senkt die Muskelspannung, lindert bestehende Schmerzen und wirkt allgemein entspannend und dämpfend – auch auf das vegetative Nervensystem. Somit hat Wärme auch einen reflektorischen Einfluss auf die inneren Organe.
Unsere Praxis verfügt über alle notwenigen Geräte für Wärmeanwendungen und Moorpackungen.